Nicht nur in Rosenheim ist derzeit Kommunalwahlkampf – eine Phase, in der politische Weichen für Stadt und Landkreis gestellt werden. In unserem Bündnis arbeiten Menschen aus unterschiedlichen Parteien, Initiativen und ohne Parteibindung zusammen.h U.a. deshalb sprechen wir keine Wahlempfehlung für einzelne Parteien aus. Diese parteipolitische Neutralität bedeutet jedoch keine Werteneutralität: Wir stehen weiter klar und unmissverständlich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und rechte Hetze wie sie u.a. von der AfD verbreitet wird. Wo demokratische Grundwerte, Menschenwürde und Solidarität angegriffen werden, beziehen wir Position – auch und gerade auf kommunaler Ebene.
Um dieses Engagement zu unterstützen, haben wir auf unserer Webseite eine eigene Unterseite zum Kommunalwahlkampf eingerichtet. Dort findet ihr Hintergrundmaterialien, Analysen, Einordnungen und Flyer die dabei helfen können im Wahlkampf handlungsfähig zu bleiben:
👉 https://gegenrechtehetze.rosenheim.social/kommunalwahl-2026/
Neben dem aktiven Handeln gegen menschenverachtende Positionen im Wahlkampf möchten wir Euch in den nächsten Wochen einige Veranstaltungen , zu den wir aufrufen oder die von unserer Bündnispartner:innen organisiert werden besonders empfehlen:






Die Möllner Briefe (Film – Sa, 14.02.26 – 19:00 Uhr – Theaterinsel)

In dem Film „Möllner Briefen“ stehen die Stimmen der Betroffenen rassistischer Gewalt im Mittelpunkt. Der Abend (organisiert von Die Linke) macht deutlich, wie wichtig es ist, Überlebenden und Angehörigen zuzuhören. Erinnerungsarbeit heißt, ihre Erfahrungen ernst zu nehmen – und Konsequenzen für die Gegenwart zu ziehen.
👉 https://z-rosenheim.org/events/die-moellner-briefe/
Solidarische Prozessbegleitung – Andreas März gegen Antifaschismus (Kundgebung – Mo, 16.02.2026 – 12:00 Uhr – Amtsgericht Rosenheim)

Über ein Jahr nach der Vereidigung des Holocaustverhamlosers und Rechtsextremisten Stefan Bauer im Rosenheimer Stadtrat steht am Montag ein Antifaschist vor dem Rosenheimer Amtsgericht. Der Rosenheimer Oberbürgermeister Andreas März stellte gegen ihn und 13 weiter Antifaschisten Strafanträge wegen Hausfriedensbruch. Andreas März wird am Montag als Zeuge vor Gericht Aussagen. Das Bündnis Stadtrat Nazifrei ruft gemeinsam mit 20 weiteren Organisationen zu einer Kundgebung vor dem Amtsgericht auf um gemeinsam gegen die Kriminalisierung von zivilgesellschaftlichem Aktivismus durch OB März zu protestieren.
👉https://www.instagram.com/stadtratnazifrei_ro/
Gedenkdemonstration zu Hanau (Demo – Do 19.02.2026 – 19:00 Uhr – Salingarten)

Sechs Jahre nach dem rassistischen Attentat von Hanau organisiert das OAP auch in Rosenheim ein Gedenken an die der Ermordeten. Die Demonstration „Hanau erinnern – Den Toten gedenken – Rassismus bekämpfen“ steht solidarisch an der Seite der Angehörigen, die bis heute um Aufklärung und Gerechtigkeit kämpfen. Rechter Terror ist kein Einzelfall, sondern Ergebnis eines Klimas aus Rassismus und Hetze.
👉 https://hanauerinnernrosenheim.noblogs.org/
Aktion Lichtermeer am Rathaus (Kundgebung – Fr 28.02.26- 18:00 Uhr – Rathaus)

Eine Woche vor den Kommunalwahlen wollen die Omas gegen Rechts gemeinsam mit weiteren Oranisationen das Rosenheimer Rathaus in buntem Licht erstrahlen. Mit Kerzen, Lampions und Begegnung setzen wir ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Menschenwürde und eine demokratische Zukunft.
👉 https://omasgegenrechts-rosenheim.de/
„Wir dürfen es nicht vergessen“ (Film- So 01.03.26 -19:00 Uhr – Z linkes Zentum)

Der Dokumentarfilm „Wir dürfen es nicht vergessen“ erzählt die bewegende Lebensgeschichte von Antje Kosemund, die als Kind den Nationalsozialismus erlebte, den frühen Tod ihrer Mutter und die Ermordung ihrer Schwester im sogenannten „Euthanasie“-Programm. Die Veranstaltung der Geschichtswerkstatt endet mit einem anschließenden Zeitzeug:innen Gespräch geht es um die Bedeutung historischer Erfahrungen für aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen.
Antisemitismus und die AfD (Buchvorstellung – Mi 11.03.26 – 19:30 Uhr – Z linkes Zentum)

Antisemitismus ist kein Randphänomen der AfD, sondern tief in ihrer Ideologie verankert. Immer wieder greifen Funktionär:innen auf antisemitische Stereotype, Verschwörungserzählungen und Relativierungen der NS-Verbrechen zurück. Der Autor Stefan Dietl zeigt in seinem Buch “Antisemitismus und die AfD“, wie Judenhass in der AfD als Welterklärungsmodell funktioniert, welche Formen er annimmt und wie sich die Partei zugleich als angebliche Kämpferin gegen Antisemitismus inszeniert. Die Buchvorstellung bietet eine fundierte Einordnung, die hilft, aktuelle Entwicklungen vor Ort besser zu verstehen.
👉https://bibliotheka.rosenheim.social/2026/02/02/mi-11-03-lesung-antisemitismus-und-die-afd/