Unter dem vielsagenden Motto „Die linksgrüne Lügenagenda. Wie wir tagtäglich von Massenmedien, Politik und Wissenschaft manipuliert werden.“ lädt der AfD Bundestagsabgeordnete Dr. Christoph Birghan am 02.10. zu einem Vortrag ein. Als Gastredner ist der selbsternannte „Plagiatsjäger“ Dr. Stefan Weber eingeladen, der insbesondere aufgrund seiner effektheischenden Methodik höchst umstritten ist.
Wir halten die Unterstellung einer systematischen Manipulation der Bevölkerung für hochgefährlich, da sie das Vertrauen in demokratische Institutionen nachhaltig schädigt und die Menschen zur leichten Zielscheibe rechter Propaganda macht.
Unsere Demokratie ist keine Lügenagenda!
Darum rufen wir Bürger*innen sowie demokratische Parteien und Organisationen auf, sich unserem Protest anzuschließen.
Kundgebung in Traunstein
Freitag, 02. Oktober 2026
Ab 18:00 Uhr in der Scheibenstraße (gegenüber Hausnummer 6)
Mit Redebeiträgen, Musik und Trillerpfeifen, Fahnen, Flaggen und Transparenten wollen wir ein lautes und sichtbares Zeichen für unsere Demokratie setzen.
Veranstaltet von: Aufstehen gegen Rassismus Chiemgau
Wir als Bündnis gegen rechte Hetze rufen dazu auf, sich an der geplanten antifaschistischen Demonstration des Offenen Antifaschistischen Plenums Rosenheim zu beteiligen.
Gegen die neue Jugendorganisation der AfD
Die „Generation Deutschland“ ist nicht einfach irgendeine neue politische Jugendorganisation. Sie wurde als Nachfolgerin der ehemaligen Jungen Alternative (JA) aufgebaut, diese gesichert rechtsextremistisch Organisation war 2025 auflöst worden. Recherchen zeigen, dass sich in der GD alte Kader, politische Netzwerke und ideologische Kontinuitäten wiederfinden.
Auch personell gibt es Verbindungen in die extreme Rechte: So waren etwa Funktionäre der neuen Jugendorganisation zuvor in der Jungen Alternative oder in der Identitären Bewegung aktiv. Die neue Struktur ist zudem deutlich enger an die AfD angebunden als die frühere JA.
Die neue Jugendorganisation soll der AfD eine jüngere, modernere und besser organisierte Basis verschaffen. Dabei geht es auch darum, junge Menschen für rechte Politik zu gewinnen und langfristig neue politische Kader aufzubauen. Die ist eine extrem rechte Organisation, bei der von einer politischen Mäßigung keine Spur ist.
Eine zentrale Rolle beim Aufbau der „Generation Deutschland“ in der Region dürfte dabei der Mitarbeiter von Andreas Winhart, Elijah Schloßmacher spielen. Der inzwischen für die AfD im Rosenheimer Kreistag sitzende Schloßmacher ist Mitglied der GD und tritt bereits als Organisator und Repräsentant der neuen Jugendorganisation in Erscheinung. Wir sehen in ihm einen möglichen künftigen Kopf der GD in der Region.
Wir wollen nicht, dass sich diese Strukturen in Rosenheim ungestört etablieren.
Kein Raum für rechte Hetze – nirgendwo!
Aktuell ist uns noch nicht bekannt, wo genau die Gründungsveranstaltung der „Generation Deutschland“ in Rosenheim stattfinden soll. Das ändert aber nichts daran, dass wir unseren Protest gegen rechte Hetze und gegen rechte Räume auf die Straße tragen werden.
Start der Demo ist im Salingarten nahe am KuKo – einer Tochtergesellschaft der Stadt Rosenheim, die in den vergangenen Jahren wiederholt zur Bühne für AfD-Veranstaltungen (die nächste ist voraussichtlich am 03.12.26), aber auch für verschwörungsideologische und rechts-esoterische Akteure wurde. Für 24. Oktober 2026 ist dort etwa erneut der rechte Verschwörungsideologe Daniele Ganser angekündigt.
Die Route geht dann an der Gaststätte „Tante Paulas“ vorbei. Eine bereits mehrfach rechtsextremistisch genutzte Immobilie. Hier fanden in der Vergangenheit sowohl reichsbürgernahe Veranstaltungen als auch andere rechtsextreme Treffen (u.a. mit Stefan Bauer oder mit Jean-Pascal Hohm) statt .
Die Demo endet vor dem AfD Büro in der Erlenau. Dieses zum Großteiles aus Steuermitteln finanzierte Büro hat sich in den letzten Jahren zum regelmäßigen Rückzugs- und Veranstaltungsort der extrem rechten Partei entwickelt.
Unabhängig von der möglichen GD Gründung machen wir mit der Demo deutlich:
Kein Raum für rechte Hetze – egal wo!
Rosenheim ist keine Stadt, in der die extreme Rechte unwidersprochen ihre Strukturen weiter aufbauen kann.
Kommt mit uns auf die Straße, denn wir lassen nicht zu, dass antifaschistische und demokratische Stimmen immer unsichtbarer gemacht werden.
Wenn rechte Ideologie verharmlost wird und Menschen gegeneinander ausgespielt werden, schauen wir nicht weg.
Denn wir wollen eine Stadt, in der Menschen unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht oder sexueller Identität sicher und frei leben können.
Eine Stadt, in der rechte Hetze nicht normalisiert wird und in der antifaschistischer Widerspruch sichtbar bleibt.
Gerade angesichts des aktuellen Rechtsrucks ist es wichtig, dass wir nicht darauf warten, bis rechte Strukturen groß und stark geworden sind.
Am Samstag, 12.09.2026, gibt es in München Grund genug, auf die Straße zu gehen: Zum einen ist eine rechte Großdemo unter dem Motto „Merz muss weg“ am Königsplatz geplant – hinter ihr stehen von AfD-Fans bis zu offenen Neonazis alle, die Migrant*innen zu Sündenböcken machen und unsere offene Gesellschaft bekämpfen wollen. Zum anderen findet wie jeden zweiten Samstag die Aktion PRÜF Bayern statt, die fordert, rechtsextreme Verdachtsfälle vom Bundesverfassungsgericht prüfen zu lassen. Zwei gute Gründe, aus Rosenheim nach München zu fahren!
Sucht euch die Aktion aus, die am besten zu euch passt:
🟣 Den rechten Aufmarsch stoppen! 🕐 13:30 Uhr, Königsplatz / Arcisstraße Kein Bock auf Nazis, kein Bock auf Vaterland! Gegen die AfD, ihre Scheinlösungen und den nationalistischen Rollback. Lasst uns gemeinsam die Straße nehmen! https://www.demokrateam.org/aktionen/den-rechten-aufmarsch-stoppen/
🟣 PRÜF Bayern 🕐 14:00 Uhr, Geschwister-Scholl-Platz TÜV, Steuererklärung, Stiftung Warentest – alles wird geprüft. Nur ausgerechnet die existenzielle Frage unserer Demokratie nicht? PRÜF fordert: Parteien, die als rechtsextremer Verdachtsfall eingestuft sind, müssen vom Bundesverfassungsgericht überprüft werden! https://www.demokrateam.org/aktionen/pruef-bayern-2/
Am Sonntag (06.09) wird in Sachsen-Anhalt gewählt. Egal, wie genau die Wahl ausgeht: Die AfD wird aller Voraussicht nach erneut stark abschneiden, evtl. sogar stärkste Kraft werden. Damit werden rassistische Hetze, Ausgrenzung und völkische Politik noch mehr Raum bekommen. Die Zeiten werden härter für Geflüchtete und Migrant*innen, für queeres Leben, für antifaschistische und progressive Initiativen und für alle Menschen, die nicht in das völkische Weltbild der AfD passen.
Was die AfD in Sachsen-Anhalt ankündigt, ist dabei keine Politik, die nur Sachsen-Anhalt betrifft. Sie will eine Gesellschaft nach einem autoritären und völkischen Gesellschaftsbild verändern: Migration und Einwanderung sollen weiter bekämpft, demokratische und antifaschistische Initiativen zurückgedrängt und eine vermeintlich „deutsche“ Kultur gegen eine vielfältige Gesellschaft in Stellung gebracht werden.
Auch hier in der Region Rosenheim ist die AfD längst Teil dieser Entwicklung. Im Stadtrat, Kreistag, Bezirks- und Landtag versuchen die extremen Rechten ihre Politik in konkrete kommunale Auseinandersetzungen zu tragen – von Migration und Geflüchteten bis hin zu Bildung und Kultur. Erst jüngst hat die Rosenheimer AfD die Verleihung des städtischen Kulturpreises an KAFFKIEZ wegen der demokratischen Haltung der Band kritisiert. Dieses aktuelle Beispiel zeigt, wie schnell Engagement von Kulturschaffenden, das nicht in das rechte Weltbild passt, zum Angriffspunkt werden kann. Was als Kampf gegen „Ideologie“ oder den „Zeitgeist“ präsentiert wird, reiht sich ein in den Versuch, die Grenzen dessen, was öffentlich akzeptiert und gefördert wird, nach rechts zu verschieben.
Wir wollen nicht alleine auf die Wahlberichterstattung starren und uns daran gewöhnen, dass Rechte die Gesellschaft immer weiter nach rechts rückt.
Wir wollen ein Signal senden: an alle Menschen, die von rechter Politik betroffen sind, an alle antifaschistischen und demokratischen Initiativen und an alle, die sich dem Rechtsruck entgegenstellen. Egal ob in Magdeburg oder Rosenheim, ob in Dessau, Quedlinburg oder Rott und Bad Feilenbach
Ihr seid nicht allein!
Egal, wie die Wahl in Sachsen-Anhalt ausgeht: Wir wollen unseren Widerstand sichtbar machen und gemeinsam auf die Straße tragen.
Das „Bündnis gegen rechte Hetze“ ruft dazu auf sich an der antifaschistischen Kundgebung von „Widersetzen Rosenheim“ zu beteiligen