Freitag: Kundgebung gegen das Wahlkampffinale der AfD

Bündnis-Aufruf zur Kundgebung in Rosenheim

GEMEINSAM GEGEN RECHTE HETZE!

Kundgebung gegen das Wahlkampffinale der AfD

📍 Ku’Ko / Salingarten
🗓 Freitag, 06.03.2026
🕢 18:30 Uhr Kundgebung

Die AfD plant am 06.03.2026 ihr Wahlkampffinale in Rosenheim – mit Reden u. a. von Joachim Paul und Andreas Winhart.
Wiederholt stellt das Ku’Ko Rosenheim dafür Räume zur Verfügung, obwohl die Veranstaltung politisch extrem umstritten ist und rechte Hetze befördert.

Joachim Paul ist bundesweit umstritten: 2019 wurde er als Ausschussvorsitzender im rheinland-pfälzischen Landtag abgewählt und stand mehrfach wegen extremistischer Positionen in der Kritik. Wer solche Akteure einlädt, setzt bewusst auf Provokation und gesellschaftliche Spaltung.

Andreas Winhart, Landtagsabgeordneter und Landratskandidat, ist immer wieder aktiv an AfD-Aktionen beteiligt und überregional durch rassistische Äußerungen bekannt, in denen Migrant*innen pauschal mit Kriminalität oder Krankheiten in Verbindung gebracht werden.

In den vergangenen Wochen kam es an AfD-Infoständen in Rosenheim wiederholt zu Provokationen gegen antifaschistische und zivilgesellschaftliche Demonstrationen. Am 28.02.2026 erhoben Winhart und der Rotter AfD-Bürgermeisterkandidat Michael Maurer schwere, haltlose Vorwürfe gegen Aktivist*innen – bundesweit für Empörung sorgend.

Ein veröffentlichtes Video zeigt: Maurer versuchte, jungen Aktivist*innen ein Banner zu entreißen, stürzte dabei selbst, ein Angriff auf ihn ist nicht erkennbar. Trotzdem wurden falsche Darstellungen verbreitet – ein typisches Muster, um demokratischen Protest zu delegitimieren, Täter-Opfer-Umkehr zu betreiben und gesellschaftliche Spaltung zu fördern.

Wir sagen klar:
• Kein Platz für Rassismus, rechte Hetze und falsche Anschuldigungen!
• Solidarität mit allen, die für Demokratie eintreten!
• Für eine offene, vielfältige Stadtgesellschaft!

Rosenheim ist bunt, solidarisch und widersetzt sich rechter Propaganda.

📢 Kommt zahlreich zur Kundgebung!
Alle zusammen gegen rechte Hetze – für Demokratie und Menschenwürde!

Rosenheim: AfD-Politiker verletzt sich selbst bei mutmaßlichen gemeinschaftlichem versuchtem Raub

Stellungnahme des Bündnis gegen rechte Hetze zum Vorfall am 28.02.2026 in Rosenheim

Am 28. Februar 2026 wollten einige junge Antifaschist:innen friedlich mit einem Transparent vor einem AfD-Infostand gegen die rassistische und demokratiefeindliche Politik dieser Partei protestieren. Noch bevor das Transparent vollständig ausgerollt war, versuchten mehrere Täter:innen aus dem Kreis der extrem rechten Partei, dieses gewaltsam zu entreißen (= versuchter Raub). Es kam zu massivem Schubsen, Ziehen und Bedrängen – insbesondere gegenüber jungen Aktivist:innen – gegen diese versammlungsrechtlich legale Spontanversammlung (= Nötigung, Landfriedensbruch und evtl. Körperverletzung). Einer der Täter war Michael Maurer (Griesstätt, AfD-Bürgermeisterkandidat für Rott am Inn).

Die falsche Behauptung, junge Antifaschist:innen hätten einen 70-jährigen AfD-Bürgermeisterkandidaten angegriffen, wird durch vorliegende Videoaufnahmen und Zeug:innenaussagen klar widerlegt. Der (ehemalige?) Berufskraftfahrer war selbst unter den Angreifern, die aktiv versuchten, das Transparent zu entreißen. Er ging (ohne Fremdeinwirkung) im Zuge des Gerangels zu Boden. Von Seiten der Antifaschist:innen gab es keine Tritte oder ähnliches. Von einem gezielten Angriff durch die jungen Antifaschist:innen zu sprechen, ist eine dreiste Lüge.

Wir erleben hier ein bekanntes Muster: Die AfD provoziert, reagiert aggressiv auf legitimen Protest und stilisiert sich im Anschluss als Opfer. Unterstützt wird dieses Narrativ durch Teile der Medienlandschaft, die ungeprüft AfD-Darstellungen übernehmen und damit zur Verzerrung der öffentlichen Wahrnehmung beitragen.

Als Bündnis gegen rechte Hetze stellen wir klar:

  • Friedlicher Protest gegen Rassismus und demokratiefeindliche Ideologien ist legitim und notwendig.
  • Junge Antifaschist:innen, die sich entschlossen gegen rechte Hetze stellen, verdienen Schutz – nicht Kriminalisierung.
  • Extrem rechte Übergriffe dürfen nicht relativiert oder verdreht werden, nur weil sie von Vertreter:innen einer Partei ausgehen, die sich selbst gern als Opfer inszeniert.

Die zunehmende Aggressivität im Umfeld der AfD in Rosenheim erfüllt uns mit großer Sorge. Demokratischer Widerspruch darf nicht mit körperlicher Gewalt oder versuchtem Raub beantwortet werden.

Wir erwarten von seriösen Medien, dass sie Quellen prüfen, bevor sie rechte Erzählungen verbreiten. Das selbe gilt für die Polizei: Wer rechtsextreme Falschbehauptungen ungeprüft (der Max-Josefs-Platz in Rosenheim ist videoüberwacht) reproduziert, macht sich mitschuldig am derzeitigen Rechtsruck in der Gesellschaft. Von der Polizei erwarten wir, dass sie nach dem vorliegenden Beweismaterial gegen die AfD-Aggressor:innen wegen Nötigung und gemeinschaftlichen versuchten Raubs ermittelt.

Rechte Hetze bleibt gefährlich – und der Protest dagegen bleibt notwendig.

1https://bsky.app/profile/simmerl19.bsky.social/post/3mg2nq5s3rc24

2https://www.rosenheim24.de/rosenheim/wasserburg/rott-am-inn-ort60205/kommunalwahl-2026-in-rott-michael-maurer-kandidiert-fuer-das-buergermeisteramt-94155535.html