Film: Vom NS- zum Online-Antisemitismus

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Datum/Zeit
Date(s) - 03/05/2026
19:00 - 21:00

Veranstaltungsort
Z linkes Zentum in Selbstverwaltung (Samer)

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So., 03.05.2026 – 19:00 Uhr –  Z – linkes Zentrum –  Samerstr. 11 (NEU!!!), Rosenheim
Der politische Film im neuen Z (Samerstr. 11)
Vom NS- zum Online-Antisemitismus
Der politische Film im Mai widmet sich den visuellen Wurzeln eines neuen Antisemitismus im Internet und in sozialen Medien und wirft dabei einen Blick zurück auf die historische Bildpropaganda des Nationalsozialismus: Wirken Klischees, Stereotype und Narrative von NS-Filmen wie “Jud Süß”, “Die Rothschilds“ oder ”Der ewige Jude“ bis heute fort? Wo finden sich Kontinuitäten der Filmsprache dieser NS-Propagandawerke  zu Inhalten auf rechten Plattformen oder in Wahlkampagnen extrem rechter Politiker?
Der Dokumentarfilm wurde 2022 auf arte in einer 43-minütigen TV-Version gezeigt, die die Verbreitung antisemitischer Inhalte im digitalen Raum thematisiert. Wir zeigen am Sonntag, den 03.05.2026, die 78-minütige Langversion, in der es auch um die Frage geht, mit welchen antisemitischen Memes, medialen Codes und antijüdischen Bildwelten – die tief in den Mainstream hineinwirken – neue Zielgruppen erreicht werden.
Die Filmvorführung wird vom Rosenheimer „Bündnis gegen rechte Hetze“ organisiert und beginnt um 19:00 Uhr. Das neue Z ist ab Mai in der Samerstaße 11 (nicht nehr Innstraße). Der Eintritt ist frei; es gilt ein Einlassvorbehalt.
Weitere Infos:
  • arte Filmbeschreibung:
Seit dem Ausbruch der globalen Corona-Pandemie steigt auch die Zahl antisemitischer Inhalte in Internet und Social Media. Forscher:innen sehen einen Zusammenhang zwischen Online-Radikalisierung und antisemitischer Gewalt – und auch Anschlägen. DER FILM dokumentiert die visuellen Wurzeln dieses neuen Antisemitismus.

Der Antisemitismus ist weltweit auf dem Vormarsch und alltäglicher Judenhass bleibt von erschreckender Aktualität. Als Begleiteffekt der globalen Corona-Pandemie beobachten internationale Recherche- und Monitoring-Stellen, wie (ur)alte antijüdische Feindbilder und Verschwörungsmythen im digitalen Raum recycelt werden. Millionenfach werden antisemitische Inhalte gepostet und auf Video-Plattformen und Social Media geteilt. Antisemitische Memes, mediale Codes und Bilderwelten erreichen damit völlig neue Zielgruppen und wirken tief in den Mainstream hinein. Messenger-Dienste werden zu Resonanzräumen für Hass und Hetze. Immer mehr Anzeichen gibt es, dass judenfeindliche Online-Radikalisierung zu physischer Gewalt wie zum Beispiel dem Anschlag auf die Synagoge von Halle 2019 führen kann.

DER FILM dokumentiert die visuellen Wurzeln dieses neuen Antisemitismus und wirft dabei den historischen Blick zurück auf die Bildpropaganda des Nationalsozialismus: Wirken Klischees, Stereotype und Narrative von NS-Filmen wie „Jud Süß“, „Die Rothschilds“ oder „Der ewige Jude“ bis ins Heute hinein? Wo finden sich Kontinuitäten der Filmsprache dieser bis heute nicht freigegebenen NS-Propagandawerke zu Inhalten auf rechten Plattformen oder in Wahlkampagnen rechtsextremer Politiker? Extremismus-Forscherinnen, internationale Historiker und Online-Aktivistinnen decodieren diese alten und neuen Stereotype, geben Einblick in den geschichtlichen Kontext in Frankreich und Deutschland und folgen den Spuren der judenfeindlichen Verschwörungserzählungen, die so direkt an alte Feindbilder aus Joseph Goebbels‘ Propagandaministerium anzuknüpfen scheinen.

  1. Ein wissenschaftliches Filmgespräch (dokumentiert auf youtube) beleuchtet verschiedene Facetten des Films gemeinsam mit seinem Regisseur.
  2. pädagogische Arbeitshilfe zum Film
  3. Filmrezessionen: