15 Jahre NSU-Selbstenttarnung: Erinnern heißt aufklären

Heute vor 15 Jahren, am 4. November 2011, enttarnte sich der NSU selbst. Damit kam eine rechtsterroristische Mordserie ans Licht, der zehn Menschen zum Opfer fielen.

Wir gedenken:

  • Enver Şimşek,
  • Abdurrahim Özüdoğru,
  • Süleyman Taşköprü,
  • Habil Kılıç,
  • Mehmet Turgut,
  • İsmail Yaşar,
  • Theodoros Boulgarides,
  • Mehmet Kubaşık,
  • Halit Yozgat
  • Michèle Kiesewetter

Wir erinnern an die Opfer des rechten Terrors und stehen solidarisch an der Seite ihrer Angehörigen und Freund*innen. Hinter jedem dieser Namen steht ein Mensch, eine Familie und eine Lebensgeschichte. Die Ermordeten dürfen nicht in Vergessenheit geraten.

Bis heute ist das Netzwerk hinter dem NSU nicht vollständig aufgeklärt. Die Verstrickungen staatlicher Behörden bleiben in Teilen ungeklärt. Rechte Netzwerke bestehen weiter und stellen eine tödliche Gefahr dar.

Erinnern heißt aufklären. Erinnern heißt Konsequenzen einfordern. Erinnern heißt kämpfen.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Alerta! Welche am kommenden Freitag startet, finden auch  zwei Veranstaltungen zum NSU-Komplex statt:

Wir laden alle Interessierten ein, sich mit den Verbrechen des NSU, den Betroffenen und den bis heute offenen Fragen auseinanderzusetzen. Im Rahmen der Alerta-Veranstaltungsreihe von Anfang November (rund um den Jahrestag zum Hitlerputsch 8/9.11.1923) bis zum 30. Januar (Tag der Machtübertragung 30.01.1933) wollen wir in Rosenheim Veranstaltungen unter dem Motto „Alerta: gestern, heute, morgen“ bündeln. Aber nicht nur zurückblicken,sondern Geschichte mit der Gegenwart verbinden und gemeinsam darüber sprechen, was antifaschistische Wachsamkeit heute bedeutet.

Gestern – verstehen und erinnern.                   

Heute – wachsam sein und widersprechen.                   

Auf morgen organisiert vorbereitet sein.